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Ministerin im Interview

Ausblick

Familien und Menschen mit Behinderung stehen im Mittelpunkt

Als Arbeitsschwerpunkte für die zweite Halbzeit der Wahlperiode hat sich das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie folgendes vorgenommen: „Wir machen die medizinische Versorgung zukunftsfest.

Das Programm zur Ansiedlung von Hausärztinnen und Hausärzten in ländlichen Regionen verbinden wir mit der Förderung barrierefreier Zugänge in die Praxen. Wir stärken die Personalausstattung des öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Wir unterstützen die Hospiz- und Palliativangebote mit einer Koordinierungsstelle und stellen einen Hospiz- und Palliativplan als Grundlage für die Angebotsentwicklung auf. Wir fördern Qualitätsverbesserungen in der stationären medizinischen Versorgung durch die Spezialisierung von Krankenhäusern, regionale Kooperationen und eine bessere Verbindung von stationärer und ambulanter Versorgung. Wir setzen uns ein für eine bessere Pflege mit mehr Personal in Krankenhäusern.“ Familien sollen stärker unterstützt werden, indem die Kommunen beim Ausbau ihrer sozialen Infrastruktur gefördert werden.

Das Programm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ enthält kommunale Angebote für das Zusammenleben mit Kindern sowie für die Fürsorge der Familien gegenüber der älteren Generation. Die Bandbreite an Förderung wird alles umfassen, was Familien zum guten Leben benötigen: öffentlicher Nahverkehr, familienfreundliche Arbeitszeiten, Unterstützungsangebote für Ältere, generationsübergreifende Wohnangebote, Betreuungsangebote für Kinder, Beratung für Eltern.

Das Pflegeangebot in Thüringen soll durch mehr Fachkräfte gesichert werden.

„Die Pflegeausbildung wird im Rahmen der Arbeitsmarktförderung gestärkt. Die Nachwuchsförderung wollen wir durch die Unterstützung der Tarifpartner bei der Vereinbarung guter Ausbildungskonditionen stärken“, heißt es im Arbeitsprogramm.

Gehörlosengeld wird eingeführt

Weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Dazu sollen hauptamtliche kommunale Behindertenbeauftragte gefördert und das „Budget für Arbeit“ umgesetzt werden. „Mit der Einführung eines Gehörlosengeldes tragen wir zum Ausgleich finanzieller Mehrbelastungen bei. Mit dem Investitionsprogramm für die Barrierefreiheit kommunaler Einrichtungen unterstützen wir die Teilhabe von behinderten Menschen am öffentlichen Leben“, heißt es weiter.

Tierschutz unter Kontrolle

Zudem soll der Tierschutz verbessert werden: „Mit einer umfassenden Tierwohlstrategie richten wir die Nutztierhaltung maßgeblich am Wohl der Tiere aus. Ziel ist die flächendeckende artgerechte Haltung sowohl in Bio-Betrieben als auch in der konventionellen Tierzucht. Haltungsweisen und Schlachtverfahren werden ebenso berücksichtigt wie Kontrollstandards, der Einsatz von Antibiotika und die Entwicklung eines auf das Tierwohl ausgerichteten betrieblichen Managements. Für eine bessere Unterbringung herrenloser Tiere fördern wir die bauliche Ertüchtigung von Tierheimen.“

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