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Gewässerschutz

Ausblick

Klimaschutz und Naturschutz sind das A und O

Wälder sind unentbehrlicher Bestandteil unseres Ökosystems. Rund ein Drittel der Thüringer Landesfläche ist von Wald bedeckt. Die Thüringer Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, fünf Prozent der staatlichen Waldflächen Thüringens nicht mehr forstwirtschaftlich zu nutzen. Diese Wildnisflächen sichern zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsort und nachhaltigen Lebensraum. Thüringen leistet damit einen Beitrag zum Artenschutz und setzt die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt um. Saubere und artenreiche Gewässer stehen bei der geplanten Novelle des Thüringer Wassergesetzes im Mittelpunkt. Verpflichtende Uferrandstreifen sollen einen wirksamen Beitrag leisten, um der fortschreitenden Überdüngung unserer Gewässer durch die Landwirtschaft zu begegnen. Vorgesehen ist weiterhin, finanzielle Gerechtigkeitslücken bei der Abwasserbeseitigung zu schließen und den Anschlussgrad an zentrale Kläranlagen weiter zu erhöhen. Daneben verfolgt die Überarbeitung das Ziel, den Hochwasser- und Gewässerschutz weiter zu verbessern und Defizite in der Umsetzung europäischer Richtlinien zum Gewässerschutz zu beseitigen. Thüringens Kommunen sollen bei der Gewässerunterhaltung stärker unterstützt und die Hochwassergefahrenabwehr verbessert werden.

Novelle des Thüringer Naturschutzgesetzes

Große Teile des Thüringer Gesetzes für Natur und Landschaft (ThürNatG) sind seit dem Inkrafttreten des Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 2010 nicht mehr anwendbar. Neben der Anpassung des Thüringer Naturschutzgesetzes an das aktuelle Bundesnaturschutzrecht soll die Novelle unter anderem dazu beitragen, den Vertragsnaturschutz zu stärken und die Nationalen Naturlandschaften zu sichern. Langfristig erhalten werden sollen auch die 11 Natura 2000-Stationen, mit denen die Pflege und Entwicklung des europäischen Schutzgebietsnetzes vorangetrieben wird.

Klimaneutrale Landesverwaltung

Mit einer Dreifachstrategie von vermindern, ersetzen und ausgleichen soll die Thüringer Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 klimaneutral arbeiten. In einem ersten Schritt wird hierfür im Jahr 2017 eine Startbilanz der aktuellen CO2-Gesamtemissionen der Thüringer Verwaltung erstellt und ein Minderungskonzept für den Strom- und Wärmebedarf von Gebäuden, Beschaffung und Mobilität entwickelt. Der verbleibende Energieverbrauch soll klimaneutral ersetzt werden. Alle landeseigenen Gebäude werden vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Außerdem werden Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt.

Das Thüringer Umweltministerium hat bereits ein erstes Ausgleichsprojekt gestartet. Bei Ronneburg entsteht ein fünf Hektar großer zertifizierter Klimawald. Der naturnahe Laubmischwald wird der Atmosphäre künftig 30 Tonnen CO2 pro Jahr entziehen und die mit der Arbeit des Thüringer Umweltministeriums verbundenen Treibhausgasemissionen des Jahres 2015 kompensieren.

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