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Neueinstellung der Lehrer und Lehrerinnen

Ausblick

Mit Bildung junge Menschen fit machen

Nach jeweils 500 Neueinstellungen von Lehrerinnen und Lehrern in den Jahren 2015 bis 2017 sollen 2018 rund 900 Stellen neu besetzt werden. 2019 kommen weitere 650 Einstellungen hinzu – und damit deutlich mehr als geplant. Dadurch kann auch in den beiden zuletzt genannten Jahren rund 300 befristet in den Schuldienst eingestellten Lehrkräften eine Entfristung angeboten werden. Die Vertretungsreserve wird fortgeführt – angesichts einer hohen Krankheitsquote ein unverzichtbares Instrument zur Unterrichtsabsicherung. Um die geplanten Neueinstellungen durchführen zu können, hat die Landesregierung die Wiedereinführung der Verbeamtung beschlossen. Sie wird mit Beginn des Schuljahres 2017/18 umgesetzt. Daneben sollen weitere Maßnahmen erfolgen, um Lehramtsanwärtern attraktive Beschäftigungsbedingungen anzubieten: wie die Erweiterung der Studienberatung, die Verbesserung der Attraktivität des Lehramtsstudiums für die naturwissenschaftlich- technischen Fächer (MINT) und die Schaffung der Voraussetzungen für die Einstellung von Quereinsteigern. Zur Stärkung der Grundschulhorte sollen 2018 mehr als 150 Vollzeitstellen für zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher sowie den Ausbau des Stellenumfangs geschaffen werden. Damit soll eine Entlastung erreicht werden – und mehr Flexibilität für angespannte Betreuungszeiten. Bereits 2017 wird erstmals eine Vertretungsreserve im Umfang von 50 Stellen für erkrankte Erzieherinnen und Erzieher geschaffen, 2018 kommen weitere 25 hinzu.

Sprachförderung für Flüchtlingskinder flächendeckend

Über 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Deutsch-Förderbedarf erhalten bereits regulären Sprachförderunterricht. Die flächendeckende Sprachförderung für Flüchtlingskinder soll weiter gestärkt werden. Dafür erhalten die derzeit befristet angestellten Lehrkräfte für „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) eine unbefristete Beschäftigungsperspektive. Neben rund 900 Lehrerinnen und Lehrern mit einer Lehrbefähigung in DaZ sind aktuell 135 DaZ-Lehrkräfte nur befristet beschäftigt. Sie waren ab Sommer 2015 eingestellt worden, als Thüringen das integrative System der Sprachvermittlung flächendeckend eingeführt hat. Mehr als 95 Prozent dieser Lehrkräfte sollen jetzt ein unbefristetes Stellenangebot erhalten.

Einführung des beitragsfreien Kitajahres

Mit der Einführung des beitragsfreien Kitajahres sollen Familien in Thüringen deutlich entlastet werden. Damit sparen Eltern pro Kind durchschnittlich 1.440 Euro jährlich. 18.000 Kinder und ihre Familien werden in ganz Thüringen davon profitieren. Darüber hinaus sollen Kitas mit vielen Kindern zusätzliche Kapazitäten für Leitungsaufgaben bekommen. Bisher war bei einer vollen Leitungsstelle Schluss. Künftig könnten es bis zu 1,5 Stellen werden. Zusätzliche drei Millionen Euro werden dafür investiert. Das bedeutet mehr Zeit für Elterngespräche, Familienbegleitung und pädagogische Konzeption.

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